Der Hering

Früher galt der Hering (Latein: clupea harengus) als Arme-Leute-Essen, doch im Laufe der Zeit ist er der Lieblingsfisch der Deutschen geworden und gilt meist als edle Delikatesse. Rund 20 Prozent des Fischverzehrs in Deutschland entfallen auf den Hering bzw. auf Heringsprodukte.

Der Hering

Der Hering schmeckt gebraten, roh oder in Marinade eingelegt, als Bismarckhering, als Salzhering oder als Rollmops morgens beim Katerfrühstück.

Der Hering als Seefisch bietet wie alle Fische gesunde Nährstoffe:
Jede Menge Jod, ungesättigte Fettsäuren, hochwertiges Eiweiß.
Ebenso dient er als Vitamin A,D, B12 und als Omega-3-Fettsäuren-Spender. Diese Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für den Aufbau des Hirn- und Nervengewebes. Gerade für Kinder ist Fisch wichtig, so wird der Tagesbedarf eines Kindes mit Vitamin B12 von zwei Heringen gedeckt.

Der Hering ist ein Schwarmfisch und kann bis zu 40 cm lang und älter als 20 Jahre werden. Sein Lebensraum ist nicht nur die Nord- und Ostsee, sondern der gesamte Nordatlantik.
Mit der Meereserwärmung im Frühjahr vermehrt sich das Plankton und der Hering findet genug Futter um sich von dem kalten Winter zu erholen. 
Bis zum Sommeranfang frisst er sich reichlich Fett an und zieht dann in Küstennähe zu festen Laichplätzen um dort abzulaichen. 
So kann der Fettanteil des Herings schon bis zu 18 Prozent liegen.

Jahreszeitlich unterscheidet sich der Geschmack des Herings deutlich. So ist der Herbsthering (Seehering) mager und fein-mild im Geschmack. Der Frühjahrshering (Küstenhering) ist fettreicher und kräftig. 

Geräucherter Hering aus der Schlei

Neben der Fangsaison unterscheidet man den Hering noch nach dem Alter:

  • der jüngste Hering ist der Matjeshering, der gefangen wird, bevor er Milch bzw. Rogen gebildet hat
  • der Vollhering wird vor dem Ablaichen mit Milch und Rogen gefangen
  • der Leerhering wird nach dem Ablaichen gefangen