Historie

Die Geschichte der Heringstage in Kappeln

Liebe Heringstage-Gäste, liebe Kappelner,

vor über 30 Jahren wurde eine Idee der damaligen Chefin des Touristik-Vereins, Annelene Ahlemann, realisiert und zwar im Umfeld eines erhaltenswerten und in Europa einmaligen Heringszaunes ein Stadtfest zu feiern, die Heringstage. Auch von den Vorsitzenden des Verschönerungsvereins, Claus Siemen und Uwe Lorenzen, wurde diese Idee aufgegriffen. In Zusammenarbeit und unter Mithilfe von vielen Kappelner Bürgern, unserer Stadtverwaltung, fast allen Kappelner Vereinen und Institutionen wurde es zu dem, was es heute ist. Für die Organisation wurde das sogenannte Heringstage-Gremium gebildet.

Auf die Fahne geschrieben hat sich der Verschönerungsverein die Restaurierung und den Erhalt des Heringszaunes unter Mithilfe der Stadt, des Kreises und des Landes Schleswig-Holstein. Außerdem erhoffte man für die ganze Region eine Saison-Verlängerung nach vorne.

Die finanziellen Mittel kommen zum einen aus der Prominenten-Wette ( veranstaltet durch den Verschönerungsverein Kappeln e.V. von 1890 ) am Morgen des Himmelfahrttages, zu der Persönlichkeiten aus Nah und Fern anreisen, ihren Wetteinsatz bezahlen und dann das Gewicht der Heringe des Himmelfahrt-Fanges aus dem Heringszaun schätzen. Die genaueste Schätzung bestimmt dann die Heringstage-Königin und den Heringstage-König. Zum anderen kommt Geld aus einer Bürgerwette, bei der die Anzahl der gefangenen Heringe erfragt wird.

1979: Das erste Mal Kappelner Heringstage fing hart und klein mit einem Festzelt in Ellenberg auf der Schwansener Seite und einer kleinen selbstgebauten Budenstadt der Kappelner Kaufmannschaft auf der Angelner Seite Kappelns an. Die lieben Ehefrauen der Veranstalter haben damals voll mitgearbeitet und hatten u.a. das kleine Heringsessen, so wie es an Himmelfahrt gereicht wurde, selbst hergestellt.

Unkenrufe verkündeten, es wären wohl die ersten und letzten Heringstage.

Die Saat des Gedankens, die Saison nach vorn zu verlängern, war jedoch aufgegangen. Bereits beim 2. Mal platzte alles aus den Nähten, so dass das Festzelt seit den 3. Heringstagen auf der Angelner Seite steht.

Die Marine kam hinzu und hilft seitdem enorm, das Fest aufzuwerten mit eigenen Aktionen wie das beliebte Schlauchbootrennen und mit ihren Schiffen. Die Partnerstadt Faaborg und die befreundete Stadt Nyborg und - nach Öffnung des "Eisernen Vorhangs" - die polnische Partnerstadt Stolpmünde / Ustka sowie die Marine von Swinemünde besuchen uns alljährlich mit großen Abordnungen und Booten.

Kuddel Kappeling

Vor 9 Jahren wandelte man aus finanz- und versicherungstechnischen Gründen das Heringstage-Gremium in die bekannte Veranstaltungs GmbH im Ferienland Kappeln um. Unser Markenzeichen, unser kleiner, süßer Hering mit dem Namen Kuddel Kappeling, wurde geschützt.  

1998: Unter Mithilfe der damaligen Heringskönigin, Landtags- Vizepräsidentin Gabi Kötschau, konnte die Stadt Kappeln zu den 20. Heringstagen zusätzlich über 200 Gäste aus allen 8 Ostsee-Anrainerstaaten sowie Königsberg ( Kaliningrad ) begrüßen. Presse, Rundfunk und Fernsehen berichteten darüber ausführlich.

Die Zeitung "Die Welt" zeigte unlängst einen Katalog der 100 größten und bekanntesten Feste der Welt; und siehe da, die Kappelner Heringstage zählen dazu!

Wir sind alle stolz darauf, denn dies alles konnte nur erreicht werden durch unendliche Klein- und Zusammenarbeit der Stadt Kappeln, der Bürger, der Vereine und Institutionen.


Edgar Rieger